Herausforderungen – Drama oder Chance

Herausforderungen

Annehmen oder Widerstand?

Herausfordernde Zeiten gibt es immer wieder. Sie gehören zum Leben, wie das Amen im Gebet.

In und an solchen Zeiten wachsen wir, immer und immer wieder.
Wenn wir den Stürmen des Lebens keinen Widerstand entgegen setzen, sondern uns wie ein Baum im Wind verwurzeln und biegsam machen, dann können wir MIT den Gegebenheiten gehen, stärker werden, lernen, wachsen.

Wachstum und Veränderung sind natürliche Zustände, die wir nicht vermeiden können. Wir sind Seelenwesen in einem menschlichen Körper und hier auf der Erde, um Erfahrungen zu machen. Die Seele wertet nicht, ob eine Situation herausfordernd ist oder eben einfach ist, was sie ist – ein Lernfeld. Die Seele „denkt“ in Erfahrungen OHNE Wertung.
Drama entsteht erst durch UNSERE Be-WERTUNG.

Was also TUN, um in herausfordernden Zeiten in unserer Mitte, unserer Kraft zu bleiben?

„Nichts ist hilfreicher als eine Herausforderung, um das Beste in einem Menschen hervorzubringen“ Sean Connery


7 TIPPS von mir für dich

1 – ATMEN und gut für dich sorgen

Wenn dich eine Situation oder ein Mensch herausfordert, triggert, dann hat dies etwas mit DIR zu tun, denn es kann dich nur heraus-FORDERN, wenn du hier selbst ein Thema, ein Lernfeld hast. Geh also raus aus deinem Widerstand, schau dir dein Thema an und löse es. Das ist nach meiner Erfahrung, der schnellste Weg auch ungeliebten Situationen.

Meist halten wir hier auch die Luft an, versorgen unseren Körper nicht mehr mit Sauerstoff, verspannen uns, essen nicht mehr gesund, ja stopfen vielleicht erst recht „Klumpert“ (= ungesundes Zeug) in uns hinein und nehmen uns so selbst, die dringend  benötigte Kraft, um durch den Sturm hindurch zu gehen.

Fazit:
Atme und bewege dich an frischer Luft.
Iss, was dein Körper braucht, um gut mit allen Vitalstoffen versorgt zu sein.
Sorge gut für dich.

2 – SPRICH darüber

Ich persönlich habe viel zu lange und viel zu viele Dinge, mit mir alleine abgemacht, immer alles in mich hinein „gestopft“, was letztlich 25kg zu viel auf die Waage gebracht hat. (ist mittlerweile zur Hälfte behoben – hurra. Hier kannst du mehr zu diesem Thema lesen.)

Schon in meiner Kindheit habe ich gelernt, auf mich alleine gestellt zu sein, über meine Sorgen zu schweigen, weil sie ohnehin niemanden interessiert haben. So viel wie möglich, habe ich alleine geschafft und getragen (was mir eine verkrümmte Wirbelsäule beschert hat, samt Plastikmieder tragen müssen in meiner Jugend – hurra, war das ein „Spaß“ für eine Pubertierende). Ich denke, so geht es vielen Frauen, wenn ich mich in meinem Umkreis umhöre.

Erst sehr spät habe ich gelernt, dass es Menschen gibt, die mich lieben, die mir zuhören, die mich unterstützen mit ihrem Wissen, ihrem Rat, ihrem Können. Dafür bin ich unendlich dankbar und ich nutze das mittlerweile auch, denn wenn ich über meine Sorgen spreche, dann ist oft schon die halbe Luft raus und ich bekomme neue Perspektiven.

Fazit:
Such dir Vertrauenspersonen, die es wirklich gut mit dir meinen und dir aufrichtig zuhören. Sprich über deine Herausforderungen.
Es gibt Menschen, die sind schon durchgegangen und können dir Rat geben.

3 – RAUS AUS DEM DRAMA

Es ist DEINE Entscheidung, ob du aus einer Situation ein Drama machst, dich als Opfer siehst, oder deine Situation als das nimmst, was sie ist: eine Lernaufgabe. Ja ich weiß, diese Erkenntnis ist nicht einfach anzunehmen. Doch es ist so, egal ob wir den Kopf in den Sand stecken oder nicht. Ich kann da durchaus auch ein Lied davon singen.

DU entscheidest, was eine Situation mit dir macht, ob sie dich zu Boden wirft oder eben stark macht.
DU entscheidest, ob du die Situation/den Menschen hinter dir lassen willst, um selbst wieder frei zu sein oder eben bleibst, weil du noch nicht bereit bist, die nötigen Veränderungsschritte zu gehen. <

Es ist ok. Lass dich hier nicht stressen.
DU darfst deinen Weg in deinem Tempo gehen und Lektionen des Lebens so oft wiederholen, wie du magst.
Auf das Leben ist Verlass.
Es bringt dir diese Situationen so lange, bis du gelernt hast, für dich einzustehen und auszusteigen.

Fazit:
Es ist alles eine Frage der Sichtweise (ja auch ich habe durchaus sehr, sehr fordernde und Kraft raubende Situationen erlebt, sehr, sehr viele. Ich habe mich sehr lange als Opfer der Umstände gefühlt, was ich tatsächlich oft auch war. Doch wirklich frei wurde ich erst, als ich mich ENT-SCHIEDEN habe, meine Vergangenheit ruhen zu lassen, zu vergeben und mich NEU FÜR MICH zu entscheiden)

 

„Wer einmal zu sich selbst gefunden hat, kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren“ Stefan Zweig

 

4 – ÜBERNIMM DIE VERANTWORTUNG

Ja, das ist so ein wichtiger Schlüssel für Freiheit und Glück. Wir sind Menschen und wir machen „Fehler“ (hier findest du einen Blogbeitrag von mir zum Thema: Fehler sind Geschenke).

Es liegt an UNS, aus diesen zu lernen und sie nicht mehr zu wiederholen.
Thomas Edison sagt von seinen über 10.000 Fehlversuchen für seine Glühbirne, dass es 10.000 Wege waren, zu erfahren, wie es nicht geht. Es hat nie die „Schuld“ nach außen abgewälzt, sondern  ist immer neu an den nächsten Versuch heran gegangen.

Wenn du „Fehler“ gemacht hast, dich für Wege und Beziehungen entschieden hast, die dir jetzt nicht mehr dienen und gut tun, dann steh dazu, hake sie ab und ENT-SCHEIDE dich neu.

Fazit:
DU hast immer die freie Wahl, dich als Opfer oder Schöpfer zu sehen.
Du hast immer die Wahl, zu erkennen, dass Situationen deswegen in deinem Leben sind, weil du daraus lernen kannst und weil du sie durch dein Gedankengut (sehr oft unbewusst) in dein Leben gezogen hast. Entscheide dich neu, geh neue Wege und verlasse Situationen, die dir nicht gut tun.

5 – HOL DIR UNTERSTÜTZUNG

Es gibt Situationen, die überfordern uns völlig und das zurecht, denn sie sind einfach schier überwältigend. Sei es der Tod eines geliebten Menschen, ein Unfall oder eine schwere Krankheit, die es zu verarbeiten gilt oder Missbrauch, egal welcher Form (leider immer noch „Usus“).

Hol dir bitte fachgerechte Unterstützung bei zuständigen Behörden, Notrufnummern, Ärzten, Therapeuten, Freunden. Es gibt immer jemand, der dir helfen kann, wenn du es zulässt und in Anspruch nimmst. DU musst schlimme Dinge nicht alleine durchstehen.

Fazit: Hol dir fachgerechte Unterstützung, wenn dir alles über den Kopf zu wachsen droht.
Sich Hilfe zu holen ist keine Schande, sondern schlichtweg vernünftig.

6 – ZUSAMMENHALT

Such dir Gruppen wo du Rückhalt erfährst, aufgefangen wirst, wenn es dir nicht gut geht, du dir deinen Kummer von der Seele reden kannst.

Ich denke wir sind in einer Zeit angekommen, in der wir wieder näher zusammenrücken sollten, uns gegenseitig unterstützen sollten. Die gute alte Zeit, wo Nachbarschaftshilfe noch großgeschrieben war – sie war und ist sinnvoll. Es gibt ja auch im Internet schon Gruppen dazu, Selbsthilfegruppen, alternative Bewegungen, wie Permakultur – und Tauschprojekte. Wer finden will, der findet.

Ich selbst habe diesen Zusammenhalt lange nicht gekannt und vermisst. Erst als ich 2008 meine Permakulturausbildung begonnen habe, bin ich mit diesen Gruppen in Verbindung gekommen. Mittlerweile habe ich selbst ein sehr gutes Frauennetzwerk, das sich gegenseitig immer wieder unterstützt, sich nährt und trägt. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Fazit:
Suche dir reale und/oder virtuelle Gruppen, in denen du sich aufgehoben und wohl fühlst.

7- VERBUNDEN MIT DIR

Für mich hängt an diesem Punkt alles.
Alles Glück, jeder Kampf, jedes Loslassen, jedes Vertrauen.

Verbunden mit mir selbst, meiner Seele/meiner inneren Führung, steht mir stets alles Wissen zur Verfügung.
In mir trage ich alle Antworten, auf alle Fragen und Situationen, egal ob ich sie schon bewusst weiß oder nicht.

Tief in mir spüre ich, ob mir etwas guttut und was nicht.
Tief in mir spüre ich, egal wie eine Situation im Außen scheinen mag, ob sie mir letztlich Gutes bringt.
Tief in mir spüre ich, wann es Zeit ist, Grenzen zu setzen.

Mit Geduld und Stille, mit Zuhören und in mich hinein lauschen, ist Frieden in mir, egal wie sehr der Sturm des Lebens weht. Von dort beziehe ich meine Kraft, alles zu meistern. Wir können alles meistern, was uns begegnet, auch wenn wir das oft nicht glauben.

 

Hindernisse uns Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen. Friedrich Nietzsche

 

Blicke zurück und mach dir eine Liste von Dingen, die schon gemeistert hast.

Es sind so viele, die uns nicht bewusst sind.
Hast du Kinder bekommen?
Hast du Ausbildungen abgeschlossen?
Welche Fähigkeiten hast du erworben?
Wie viele Krankheiten Kündigungen hast du schon überstanden?
Hast du laufen, lesen, schreiben gelernt?

All das und viel mehr hast du bereits geschafft, gemeistert und bitte erkenne das an.
Es ist viel und nicht selbstverständlich.

DU BIST GROSSARTIGER als du denkst.

Fazit:
Verbinde dich immer und immer wieder mit dir selbst.
Nimm dir täglich Zeit für Stille und hör der Weisheit deiner Seele zu. Sie kennt alle Antworten.

Bleib im Vertrauen, dass das Leben dich trägt. Ich weiß, das ist nicht immer einfach, aber ich glaube an dich.
Du schaffst das.
Erlaube dir Leichtigkeit und Fülle in deinem Leben. Grab deine Stärken wieder aus uns lebe sie.
Hör dir die Geschichten anderer Frauen an, um dich zu motivieren.

Beispiele und Interviews dazu, findest du in meinem Podcast und ich freue mich natürlich, wenn wir dich inspirieren können und du es uns mit einem Like dankst.

Zusammenfassung – alle 7 Tipps im Überblick

1 – ATMEN und gut für dich sorgen

2 – SPRICH darüber

3 – RAUS AUS DEM DRAMA

4 – ÜBERNIMM DIE VERANTWORTUNG

5 – HOL DIR UNTERSTÜTZUNG

6 – ZUSAMMENHALT

7 – VERBUNDEN MIT DIR

 

Keep cool – Stürme gehen vorüber

Deine Gabriela Linshalm

 

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