SeelenplanTipps

Blickwinkel verschieben

Zeiten der Krise

Es gibt sie immer wieder, in jedem einzelnen Leben, denn sie gehören zum Leben dazu. Sie sind Wachrüttler, Wachstumschance und oft liegt ihnen ein großes Geschenk zugrunde.

Krisen sind zunächst mal nicht angenehm, doch wir haben immer die Wahl, wie wir damit umgehen und wie wir auf sie reagieren. Heute möchte ich dir gerne einen anderen Blickwinkel auf Krisen ermöglichen, ein paar Impulse mit auf den Weg geben, denn Ratschläge gibt es derzeit schon genug im Netz.

In meiner über 30-jährigen Laufbahn als Coach und Therapeutin durfte ich hunderte Menschen durch berufliche und private Krisen begleiten und auch in meinem Leben durfte ich ihnen immer wieder begegnen und an ihnen wachsen. Ich habe viele Menschen dadurch wachsen und in ihre Größe kommen sehen, aber auch an Krisen zerbrechen sehen.

Weltweite Krise

Ja, im Moment haben wir eine ganz besondere Situation auf Erden und wir alle haben es in der Hand, wo wir dieses Schiff gemeinsam hinsteuern. Ich werde hier für keine der kursierenden Gerüchte und Theorien Partei ergreifen. Jeder darf sich sein eigenes Bild machen, und dieses wird immer gefärbt sein, von der eigenen Lebensgeschichte, vom Bewusstseinszustand, von der derzeitigen Lebenssituation und ein paar anderen persönlichen Faktoren. Was letztendlich hinter dem Weltgeschehen steckt, wird sich früher oder später herausstellen, denke ich.

Blickwinkel verschieben

  • Alles geht vorüber. Nach jedem Regen folgt Sonnenschein.
    Erinnere dich an all die großen und kleinen Krisen in deinem Leben, die du schon gemeistert hast (Liebeskummer, vermasselte Prüfungen, gescheiterte Ehen, verlorene Jobs, Krankheiten, der Verlust geliebter Menschen,…). Du bist aber immer noch hier und auch in deinem Leben ging wieder die Sonne auf. Vermutlich waren hilfreiche Menschen an deiner Seite, Ärzte, Freunde, Familie. Halte dich daran fest, dass auch in und nach dieser Krise, wie auch immer sie für dich persönlich aussehen mag, die Sonne scheint.
  • Krisen lassen uns schöne Zeiten wieder mehr schätzen.
    Ohne kalt, kein warm. Ohne dunkel kein hell. Ohne Mangel keine Fülle. Ohne Krise kein Wachstum und keine Lebensfreude und Dankbarkeit. Lenke deinen Fokus immer wieder auf die Dinge, die im Moment dennoch gut sind. Du hast vermutlich noch ein Dach über dem Kopf, noch zu essen und vielleicht auch erstmals seit langer Zeit, Zeit für dich. Welche Veränderungen standen für dich schon lange an und welche Chance bietet dir diese Weltkrise?
  • Aus der Bahn geworfen.
    Ja, so ergeht es sicherlich Millionen Menschen und vor ein paar Jahren wäre es bei mir vermutlich nicht anders gewesen. Noch letztes Jahr wäre ich vermutlich nicht so ruhig geblieben, denn letztes Jahr war meine Mama noch im Pflegeheim. Ich hätte nicht zu ihr gekonnt, in dem Bewusstsein, dass es ihr nicht gut geht, allein, und dass sie die Situation nicht versteht. Dies ist uns beiden zum Glück erspart geblieben.
    Ich weiß, es ist nicht einfach, wenn uns das Leben fordert und aus der Bahn wirft, doch wir dürfen sicher sein, dass sich alles neu ordnet. Das wird es auch diesmal tun und bis es soweit ist, wünsche ich dir viel Kraft und Liebe.
  • Positiv denken.
    Gedanken formen unsere Realität. Das wissen wir im Grunde. Das ist nicht neu. Du kannst dir dieses Wissen zunutze machen und deine Gedanken auf die Dinge lenken, die du gerne in deinem Leben hättest. Was willst du in Zukunft noch erleben? Was ist dir wichtig und jetzt erst so richtig bewusst geworden? Was kannst du auch jetzt, und vielleicht gerade jetzt, tun, damit deine Träume wahr werden? Es gibt immer einen Weg, immer eine Lösung. Um dir ein aktuelles Beispiel aus meinem Leben zu geben. Derzeit finden keine Tanzveranstaltungen statt und alle Tanzschulen haben geschlossen. Unmöglich, tanzen zu gehen? Schlechter Zeitpunkt, um einen Tanzpartner zu finden? Nein, nicht wenn für DICH (in diesem Fall für mich) der passende Zeitpunkt gekommen ist. Innerhalb von zehn Tagen, nachdem ich mich entschieden hatte, wieder zu tanzen, waren Tanzpartner und Location gefunden.
    So ist es mit allen Dingen. Egal wie die äußeren Umstände auch sein mögen, wenn in dir ein Wusch brennt, denke positiv, glaube an seine Erfüllung und tu, was nötig ist.
  • Nutze die Zeit, die dir im Moment vielleicht geschenkt wird, für Dinge, die du schon lange umsetzen wolltest.
    Ich habe z.B. endlich eine Buchidee verwirklicht. Dieses Buch „28 Tage ROSA“ lag 7 Jahre in meiner Schublade und es ist aktueller, denn je. Mir ging es damals drum aus meinem Gejammere über dies und jenes, auszusteigen. 28 Tage lang an einem Stück, wollte ich jegliches Urteilen, Werten und Jammen, bleiben lassen und aus diesem Selbstexperiment entstand zunächst ein Tagebuch, dann ein Blog und nun ein Buch.
    Was könntest DU noch tun, das du bisher vor dir hergeschoben hast?
  • „Ende gut alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“, besagt ein altes Sprichwort (Quelle mir leider unbekannt. Hinweise herzlich willkommen). Ich habe in meinem Leben schon so oft gejammert und mich als Opfer der Umstände gefühlt und gesehen und es meist bald bereut. Meist war ich einfach zu ungeduldig oder mein Ego wollte Dinge oder Menschen, die gar nicht zu mir gepasst hätten, wie z.B. ein bestimmter Junge in meiner Jugend


Positiver Rückblick

Rückblickend kann ich für mich sagen, dass sich in meinem Leben alles zum Besten gefügt hat und in den heftigsten Krisen, die größten Geschenke verborgen waren. Wie du vielleicht weißt, ist mir 2014 innerhalb von wenigen Monaten mein komplettes Leben weggebrochen. Mein damaliger Mann und ich haben uns getrennt, die gemeinsame Wohnung und Garten aufgegeben, die beiden Großen sind ausgezogen, meine Katzen und Praxis musste ich aufgeben. Ich hatte keine Ersparnisse, keinen Job, meine Eltern zu betreuen, keine Kunden mehr und war unterwegs in mein erstes Burnout.

Was ist allerdings hatte, waren wirklich gute Freunde. Innerhalb kurzer Zeit hatte ich eine kleine Einzimmerwohnung; einen schlecht bezahlten Job, aber immerhin einen Job; eine Praxisgemeinschaft, in der ich ein Zimmer mieten konnte; meine ersten Kunden zurück und ein paar neue dazu; meine Eltern erstmals in meinem Leben so richtig hinter mir stehen und nach nur wenigen Monaten meinen jetzigen Schatz. Es hat sich alles besser gefügt, als ich mir je hätte träumen lassen. Alles was ich dafür tat, war, mir selbst möglichst nicht im Weg zu stehen und Vertrauen zu haben, dass am Ende alles gut wird. Dies war ein harter Brocken Arbeit an mir selbst. Gefühlt unzählige Blockaden, Ängste, Selbstzweifel habe ich bearbeitet und gelöst. Es ging nicht von heute auf morgen, doch es hat sich gelohnt. So ruhig und im Vertrauen, dass alles seine göttliche Ordnung hat, war ich noch nie zuvor.

Was du für dich tun kannst

  • Sorge gut für dich. Schau auf die grundlegenden Dinge, wie: genug Schlaf, Bewegung an der frischen Luft und gesundes Essen. Das klingt vielleicht banal, ist aber essenziell. Krisenzeiten sind kraftraubend, emotional wie körperlich und darum ist es so wichtig, auf deinen Körper zu achten.
  • Halte deinen Fokus möglichst auf positive Dinge und Zukunftsvorstellungen, denn mit deinem Fokus verleihst du diesen Dingen Energie und gibst ihnen Raum. Sei dir dieser Wahl und der Chance, die darin liegt, immer bewusst.
  • Schließe dich Gruppen und Menschen an, die in die gleiche Richtig gehen wie du und die sich gegenseitig unterstützen. Wichtig dabei – keine Jammergruppen, denn damit gibst du dich wieder destruktiver Energie hin.
  • Mach Pläne für deine Zukunft, erlaube dir, zu träumen und dir all deine Wünsche und Träume zu erfüllen, einen nach dem anderen oder vielleicht auch alle gleichzeitig. Das verleiht deiner Seele Flügel und hebt deine Energie.

„Sei du die Veränderung, die du dir für die Welt wünscht“ Gandhi

Deine Gabriela Linshalm

 

2 Gedanken zu „Blickwinkel verschieben

    1. Liebe Sabine,
      es gibt in meinem Terminkalender auf meiner Webseite immer wieder die Möglichkeit, sich ein kostenfreies Erstgespräch zu holen.
      Dabei können wir gerne über deinen Märchenpark sprechen. Ich freu mich auf das Gespräch.
      GLG Gabriela

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